
FAQ: Bonitätsauskunft
Der Hauptzweck besteht darin, die Zahlungsfähigkeit einer Person nachzuweisen. Die Bonitätsauskunft legen Mieter zum Beispiel bei einer Wohnungsbewerbung vor. Wann die Auskunft erforderlich ist, veranschaulicht diese Liste.
Eine kostenlose Bonitätsauskunft kann einmalig pro Jahr eingeholt werden. Bonitätsauskünfte für Dritte hingegen sind kostenpflichtig. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Die SCHUFA-Auskunft ist eine spezielle Form der Bonitätsauskunft. Letztere ist also der Überbegriff. Es ist möglich, eine Bonitätsauskunft ohne SCHUFA zu erhalten, wenn Betroffene diese bei einer alternativen Auskunftei beantragen.
Inhalt:
Weitere Ratgeber rund um die Bonität und SCHUFA:
Was ist eine Bonitätsauskunft?

Die Bonitätsauskunft ist laut Definition eine Einschätzung der Kreditwürdigkeit bzw. Bonität einer Person oder eines Unternehmens. Sie dient dazu zu veranschaulichen, wie zuverlässig die Betroffenen in der Vergangenheit Zahlungen geleistet haben und wie hoch das Risiko eines Zahlungsausfalls ist.
Bevor dieser Nachweis jedoch ausgestellt wird, erfolgt eine Bonitätsprüfung. Dabei bewerten die Auskunfteien die Kreditwürdigkeit auf Basis gespeicherter Daten wie z. B. dem Zahlungsverhalten, bestehenden Krediten oder möglichen negativen Einträgen.
In der Regel unterscheiden sich zwei Arten – die Bonitätsauskunft über Unternehmen und die über Privatpersonen.
- Die Bonitätsauskunft über Firmen bzw. Unternehmen wird auch Wirtschaftsauskunft genannt. Sie wird oft von Geschäftspartnern, Banken, Investoren oder Lieferanten eingeholt, um die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit eines Unternehmens zu kontrollieren.
- Bonitätsauskünfte über Privatpersonen werden genutzt, um die Zahlungsfähigkeit potenzieller Kunden besser einschätzen zu können. Eine solche Bonitätsauskunft ist für Vermieter beispielsweise notwendig, um zu prüfen, ob eine Person finanziell in der Lage ist, die Miete regelmäßig zu zahlen.
Unter anderem ist die Auskunft in folgenden Situationen erforderlich:
- Dem Abschluss eines Mietvertrags
- Der Beantragung eines Kreditvertrags
- Einer Bestellung auf Rechnung
- Einem Abschluss von Geschäftsbeziehungen

Grundsätzlich dient die Bonitätsauskunft dazu, Geschäftspartner oder Kreditgeber vor einem Zahlungsausfall zu bewahren. Sie verschafft ihnen eine gewisse Sicherheit, bevor sie den Vertrag bzw. die Geschäftsbeziehung eingehen.
Noch bevor ein Vertrag eingegangen wird, verlangt der Vertragspartner eine Auskunft über die Bonität.
Was enthält die Auskunft?
Die Bonitätsauskunft enthält eine Reihe von Informationen, die dazu dienen, die Entscheidung von bspw. Vermietern oder Kreditgebern zu beeinflussen. In der Regel steht in der Auskunft neben den persönlichen Daten zu der Person oder dem Unternehmen:

- Der Score-Wert wie z. B. der SCHUFA-Score – dabei handelt es sich um eine Kennzahl, die einschätzt, wie wahrscheinlich es ist, dass die Person oder das Unternehmen der Zahlungsverpflichtung nachkommt
- Sämtliche Informationen zu bestehenden Verträgen
- Negative Merkmale wie beispielsweise Zahlungsausfälle, Insolvenzen oder Zwangsvollstreckungen
- Zahlungserfahrungen – zum Beispiel, ob die Zahlungen zuverlässig, pünktlich und vollständig erfüllt wurden oder nicht
Was ist der Unterschied zwischen dem Bonitätscheck und der Bonitätsauskunft?
Die Zielgruppe der Bonitätsauskunft sind sowohl Privatpersonen als auch Geschäftspartner. Der Bonitätscheck hingegen ist weniger ausführlich als die Auskunft und beinhaltet meist nur den Score-Wert. Der Check ist im Vergleich zur Auskunft eine Schnellprüfung der Bonität einer Person.
Ist die Bonitätsauskunft kostenlos?

Ein Bonitätsnachweis kann kostenlos sein, je nach Art der Auskunft. Nach Artikel 15 der DSGVO hat jede Person das Recht, einmal pro Jahr eine kostenlose Bonitätsauskunft zu beantragen. Hierbei handelt es sich um eine Selbstauskunft.
Die Selbstauskunft ist ein Dokument, das die Person selbst beantragen kann und dient hauptsächlich der Einsicht der gespeicherten Daten.
Die Bonitätsauskunft für Dritte hingegen ist kostenpflichtig. Sie ist ein offizielles Dokument, mit dem Dritte die Kreditwürdigkeit prüfen. Der Unterschied zwischen einer Bonitätsauskunft und der Selbstauskunft ist also sowohl der Zweck als auch der Empfänger des Bescheids.
Der Score erklärt

Ein wichtiges Element, das im Nachweis enthalten ist, ist der sogenannte Bonitätsscore.
Dieser gibt an, wie das Zahlungsverhalten einer Person eingestuft wird und beeinflusst, ob zukünftige Verträge bejaht werden oder nicht.
Der Score wird in Prozent angegeben – je höher der Score, desto besser die Kreditwürdigkeit. Folgende Liste veranschaulicht, wodurch die Bonitätsauskunft positiv oder negativ ausfällt:
Positiver Score
- Pünktliche Zahlung von Rechnungen und Raten
- Geringe Anzahl an laufenden Krediten, pünktliche Rückzahlung
- Langjährige stabile Verträge
- Keine negativen Einträge im Schuldnerverzeichnis
- Regelmäßiges Einkommen, stabile Lebensverhältnisse
Negativer Score
- Mahnungen und Zahlungsverzug
- Viele Kredite gleichzeitig
- Häufige Anbieterwechsel
- Vertragskündigungen durch Anbieter
- Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
- Privatinsolvenz
- Kein oder unsicheres Einkommen, junge oder instabile Beschäftigung
Damit Betroffene eine positive Bonitätsauskunft erhalten, sollten sie sich an die oben genannten Punkte halten. Denn ein negativer Bonitätsscore kann dazu führen, dass Kredite, Verträge oder Vermietungen zu schlechteren Bedingungen ausgestellt oder gar verweigert werden.
Weitere Ratgeber zum Thema, welche Infos die SCHUFA speichert:
- Wie wirkt sich die Privatinsolvenz bei der SCHUFA aus?
- Restschuldbefreiung in der SCHUFA
- Speichert die SCHUFA meine Schulden?