
FAQ: Fixe Kosten
Fixe Kosten fallen sowohl im Haushalt als auch im Unternehmen regelmäßig, meist monatlich, an. Hierzu zählen Miete und Versicherungen oder im Falle von Unternehmen Gehälter. Eine Definition finden Sie hier.
Fixkosten zu berechnen, gestaltet sich unterschiedlich, je nachdem, ob es sich um Kosten eines Unternehmens oder eines privaten Haushaltes handelt. Für Unternehmen gilt die Formel Fixkosten = Gesamtkosten – variable Kosten. In diesem Abschnitt erfahren Sie mehr.
Auch wenn Gemeinkosten häufig gleich Fixkosten sind, gibt es variable Fixkosten, die nicht zu den Gemeinkosten zählen. Ein Beispiel hierfür kann der monatliche Energie- oder Wasserverbrauch sein. Eine ausführlichere Erklärung erhalten Sie hier.
Inhalt:
Fixkosten: Eine allgemeine Definition

Bei dem Begriff Fixkosten ist die Bedeutung grundsätzlich für alle dieselbe: Es handelt sich hierbei um Kosten, die regelmäßig und in gleichbleibender Höhe anfallen. Monatliche Fixkosten sind z. B. Miete oder Versicherungen.
Dennoch gibt es bei Fixkosten auch Unterschiede. Dies fängt bereits bei der Frage an: Was zählt alles zu meinen Fixkosten? In einem Haushalt wird dies sicherlich ganz anders beantwortet werden als in einem Unternehmen. Natürlich gibt es aber auch Gemeinsamkeiten, denn für beide Seiten fallen Fixkosten wie Miete und Gas-, Strom- und Wasserverbrauch an.
Wir haben für Sie in der folgenden Tabelle eine Übersicht erstellt, die die Unterschiede der Fixkosten zwischen privaten Haushalten & Unternehmen aufzeigt und Ihnen gleichzeitig einen Überblick verschafft, was generell alles zu Fixkosten gezählt wird:
| Fixkosten im privaten Haushalt | Fixkosten im Unternehmen |
|---|---|
| Handytarif | Mitarbeitergehälter |
| Versicherungen (privat, z. B. Hausrat, Haftpflicht, Kfz) | Versicherungen (privat & gewerblich) |
| Mitgliedschaften | Steuern |
| Abos (Netflix, Zeitschriften etc.) | Leasingkosten (z. B. für Fahrzeuge oder elektronische Geräte) |
| Monats- oder Jahreskarten für den ÖPNV | Wartungskosten |
| GEZ-Gebühr | Betriebskosten |
| Kontoführungsgebühren | Lagerhaltungskosten |
| Ggf. Mitgliedschaften | Beschaffungskosten |
| Fixkosten beim Auto (TÜV, Kfz-Steuer etc.) | Fertigungskosten |
| Zinsen/Monatsraten bei laufenden Krediten | Vertriebskosten |
Die aufgezählten Fixkosten sind Beispiele und können je nach Haushalt oder Unternehmen variieren oder es können weitere hinzukommen. Die Fixkosten für ein Haus unterscheiden sich z. B. deutlich von den Fixkosten einer Wohnung, weil hier im Regelfall keine Miete anfällt, dafür aber andere Kosten auf Sie zukommen und auch die Verbraucherkosten für Strom etc. in der Regel höher ausfallen. Die Tabelle soll Ihnen lediglich einen Überblick verschaffen.
Lesen Sie in den folgenden Ratgebern, wie Sie Ihre Fixkosten senken können:
Wie Sie Ihre Fixkosten berechnen können

Auch bei der Berechnung von Fixkosten unterscheidet sich ein privater Haushalt deutlich von einem Unternehmen. Ein Unternehmen sollte zunächst seine Gesamtkosten und die variablen Kosten ermitteln. Mit der Formel Fixkosten = Gesamtkosten – variable Kosten können dann die Fixkosten berechnet werden.
Für einen privaten Haushalt eignet sich diese Formel zwar ebenfalls, allerdings ist die Ermittlung der Gesamtkosten und der variablen Kosten ggf. ein unnötig umständlicher Schritt. Sie können stattdessen auch eine Liste für Ihre Fixkosten z. B. in Form eines Haushaltplans anlegen, diese eintragen und addieren.
In diesem Fall sollten Sie fixe Kosten von den variablen Kosten trennen und nur die tatsächlichen Fixkosten eintragen. Variable Fixkosten sind Kosten, die Sie zwar ebenfalls regelmäßig einplanen können, allerdings verändert sich der Betrag von Monat zu Monat oder von Quartal zu Quartal. Ein Beispiel hierfür können Ihre Wasser- oder Stromkosten sein, die von Ihrem monatlichen Verbrauch abhängig sind.
Variable Fixkosten sind auch die fixen Kosten, die zu den Gemeinkosten gezählt werden können. Während sich fixe Kosten unabhängig von den Gegebenheiten drumherum nicht verändern, können Gemeinkosten variieren, je nachdem wie hoch Ihr Verbrauch im jeweiligen Monat gewesen ist.
Um auch Ihre variablen Kosten mit in Ihre Berechnung einzubringen, können Sie sich Ihren Verbrauch innerhalb eines Jahres anschauen. Aus den jeweiligen Werten können Sie die Durchschnittskosten der variablen Fixkosten ermitteln und somit einen ungefähren Wert für die Menge Ihrer fixen und variablen Kosten erhalten.
Weiterführende Ratgeber zum Geldsparen:
So reagieren Sie auf steigende Fixkosten – und reduzieren sie

Durch Themen wie Inflation etc. wird das Leben nicht günstiger – im Gegenteil. Davon können auch die monatlichen Fixkosten betroffen sein, insbesondere variable Kosten in Form von Einkäufen oder Stromkosten.
Durch steigende fixe Kosten ist es schnell passiert, dass Ihr monatliches Budget zunehmend knapper wird. Doch es gibt Möglichkeiten, wie Sie Ihre Fixkosten reduzieren können.
Es ist nicht nur zur Berechnung sinnvoll, monatliche Fixkosten in einer Tabelle festzuhalten. Es bietet Ihnen auch einen deutlich besseren Überblick, um mit Ihrem monatlichen Budget vernünftig zu wirtschaften. Und es kann dabei helfen zu erkennen, wann steigende Fixkosten problematisch werden und wie man darauf am besten reagieren kann.
Wir haben folgende Spartipps für Sie, wie Sie Ihre fixen Kosten mithilfe einer Auflistung reduzieren können:
- Überprüfen Sie regelmäßig, ob unnötige Kosten vorhanden sind.
- Nutzen Sie z. B. Ihr Netflix-Abo ausreichend, damit sich die monatlichen Kosten rentieren?
- Benötigen Sie wirklich so viel monatliches Datenvolumen wie in Ihrem aktuellen Handyvertrag?
- Überlegen Sie, ob Sie möglicherweise bei Ihren Einkäufen sparsamer vorgehen können. Das kann die Auswahl der Produkte betreffen, aber auch die Intervalle, in denen Sie einkaufen gehen.
- Tägliches Einkaufen verbraucht z. B. automatisch mehr Geld als ein Wocheneinkauf. Sie werden hier eher jedes Mal dazu verleitet, Geld für etwas auszugeben, das nicht auf Ihrer Liste steht – oder sie verbrauchen Produkte schneller, weil Sie ohnehin am nächsten Tag wieder einkaufen gehen.
- Bei einigen Fixkosten lohnt es sich, regelmäßig Vergleichsportale zu checken. Das kann z. B. bei Handytarifen gelten. So lässt sich ggf. Geld sparen, ohne bei der Dienstleistung große Einbußen zu haben.
- Hinterfragen Sie Ihren Energieverbrauch und wo er sich ggf. senken lässt.
