
FAQ: Steuern sparen
Sie können Ihre Steuern optimieren, indem Sie Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Für Angestellte gibt es in der Regel weniger Spartipps als für Unternehmen.
Ja. Sie dürfen z. B. die Anschaffungskosten des Gebäudes jährlich mit 2 % abschreiben. Sie können Steuern sparen durch eine Vermietung, weil dann Grundsteuer, Hausverwaltung, Makler, Versicherungen und die Steuerberatung absetzbar sind.
Steuern zu sparen ist durch Heiraten nur möglich, wenn einer der beiden Ehepartner deutlich weniger verdient als der andere, weil dann ein Steuerklassenwechsel möglich ist. Andernfalls ändert sich steuerrechtlich durch die Eheschließung wenig.
Inhalt:
Steuern sparen als Selbstständiger und Arbeitnehmer

Steuern sparen ist als Angestellter zwar oft schwieriger als für Selbstständige oder Unternehmen, unmöglich ist das allerdings nicht. Im ersten Schritt ist es wichtig, dass Sie überhaupt eine Steuererklärung abgeben.
Arbeitnehmer können zum Beispiel folgende Werbungskosten geltend machen, wenn diese über der Pauschale von 1.230 Euro liegen:
- Fahrtkosten für den Arbeitsweg: 0,30 €/km (ab dem 21. km: 0,38 €/km)
- Arbeitszimmer/Homeoffice: bis zu 1.260 € (pauschal) oder tatsächliche anteilige Kosten
- Fortbildungskurse sowie Studiengebühren
- Anschaffungskosten für Berufskleidung und Fachliteratur
- Kosten für die Zweitwohnung bei doppelter Haushaltsführung
- Umzugskosten (sofern aus beruflichem Grund erforderlich)
Sie können viele Steuern sparen, wenn Sie selbstständig sind und folgende Betriebsausgaben geltend machen:
- Setzen Sie Arbeitsmittel und Bürobedarf ab (Laptop, Drucker, Papier, Stifte, Softwarelizenzen usw.)
- Nutzen Sie die Homeoffice-Pauschale
- Sie können alle Kosten für einen Dienstwagen steuerlich absetzen
- Geschäftsreisen sind voll absetzbar
- Auch Kosten für Telefon, Internet und verschiedene Versicherungen können Sie im Rahmen der Steuererklärung geltend machen
- Geschäftsessen sowie Geschenke an Kunden
- Kosten für Steuerberater, Buchhalter sowie Werbung und Marketing
Wichtig: Diese Steuerspartipps funktionieren nur, wenn Sie alle Anschaffungen und Kosten belegen können. Lassen Sie sich als im Restaurant stets einen Bewirtungsbeleg geben und heben Sie alle Bons auf und heften Sie diese sorgfältig ab.
Steuern sparen: Auch für Rentner eine Option
Steuern zu sparen, ist auch im Alter durchaus möglich. In der Steuerklärung können Rentner einige Posten absetzen und somit die Steuerlast drücken. Übersteigen die Rentenbezüge nämlich den Freibetrag von 11.604 Euro (ledig) bzw. 23.208 Euro (verheiratet), muss die Rente versteuert werden.
Steuern sparen Sie zum Beispiel, indem Sie zusätzlicher Ausgaben als Sonderausgaben absetzen. Dabei kann es sich zum Beispiel um die Haftpflichtversicherung, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Spenden an gemeinnützige Organisationen handeln.
In Betracht kommen auch außergewöhnliche Belastungen wie beispielsweise besonders hohe Krankheitskosten (Medikamente etc.), Pflegekosten oder auch Ausgaben für eine Haushaltshilfe bzw. Pflegekraft. Auch absetzbar sind häufig haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Handwerkerkosten.
Steuern sparen durch Investieren als Unternehmen oder Privatperson

Auch für Unternehmen gibt es einige Steuerspartipps. Dabei gilt grundsätzlich: Alles, was Ihren Gewinn im laufenden Geschäftsjahr verringert, mindert auch die Steuerlast. Sie können zum Beispiel neue Arbeitsgeräte anschaffen, Ihre Mitarbeiter zu Fortbildungen schicken oder in Marketingkampagnen investieren.
Auch als Privatperson können Sie Steuern sparen, wenn Sie passives Einkommen generieren. Das ist zum Beispiel durch Aktien und börsengehandelte Indexfonds (sogenannten ETF) möglich. Ziehen Sie daraus Gewinne, müssen Sie diese versteuern.
Allerdings haben Sie die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag einzurichten. Durch diesen sind Kapitalerträge bis zu 1.000 Euro im Jahr für Sie steuerfrei.
Gut zu wissen: Sie brauchen in der Regel nicht unbedingt einen Steuerberater um Steuern zu sparen als Gutverdiener. Allerdings empfiehlt es sich, einen Fachmann zumindest einmalig mit Ihrer Steuererklärung zu beauftragen. Dieser kann Sie vielleicht noch auf Posten, die Sie absetzen können, aufmerksam machen, an welche Sie selbst noch gar nicht gedacht haben.