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P-Konto: Nachteile und Vorteile im Überblick

Hat ein P-Konto Nachteile?
Hat ein P-Konto Nachteile?

FAQ: Das P-Konto und seine Vorteile/Nachteile

Welche Nachteile hat ein Pfändungsschutzkonto?

Ein P-Konto bringt einige finanzielle Einschränkungen mit sich. So sind Dispokredite und Kreditkarten beim Pfändungsschutzkonto nicht erlaubt. An dieser Stelle klären wir Sie über weitere Nachteile auf.

Welche Vorteile hat ein Pfändungsschutzkonto?

Ein Pfändungsschutzkonto schützt den gesetzlichen Freibetrag vor der Pfändung und sichert so das Existenzminimum. Weitere Vorteile haben wir hier aufgelistet.

Wie wirkt sich ein P-Konto auf die Schufa aus?

Das P-Konto hat Nachteile bei der SCHUFA, weil die Eröffnung des P-Kontos dort gespeichert wird. Außerdem wirkt sich die Kontopfändung negativ auf die Kreditwürdigkeit aus.

Die Vor- und Nachteile von einem P-Konto

Ein Pfändungsschutzkonto hat Nachteile und auch Vorteile.
Ein Pfändungsschutzkonto hat Nachteile und auch Vorteile.

Wer Schulden hat und eine Kontopfändung befürchten muss, sollte sein bestehendes Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, umwandeln. Durch diesen Schritt wird ein gesetzlich festgelegter Freibetrag vor der Pfändung geschützt und der Schuldner kann durch das P-Konto ohne existenzielle Nachteile seinen Lebensunterhalt sichern.

Doch ein P-Konto hat noch weitere Vorteile. In vielen Fällen kann der Freibetrag über das gesetzlich festgelegte Minimum von 1.500 Euro für eine Person hinaus erhöht werden, zum Beispiel in diesem Fällen:

  • Bezug von Sozialleistungen für sich oder eine Person der häuslichen Gemeinschaft
  • Unterhaltszahlungen für eines oder mehrere Kinder

Für die Erhöhung des Freibetrages brauchen Sie lediglich eine sogenannte P-Konto-Bescheinigung. Die bekommen Sie je nach Art der Auszahlung zum Beispiel vom Jobcenter oder der Familienkasse. Diese Bescheinigung reichen Sie im Anschluss bei der Bank ein, bei der Sie das P-Konto führen; und die Bank hebt daraufhin den Freibetrag Ihres Kontos um den bescheinigten Betrag an. Falls erforderlich, kann eine Erhöhung des Freibetrags auch einmalig erfolgen, beispielsweise bei einer Elterngeld-Nachzahlung.

Vom Freibetrag abgesehen können Sie Ihr P-Konto nahezu vollständig wie ein Girokonto nutzen und zum Beispiel Überweisungen durchführen oder auch Lastschriftmandate erteilen.

Hat ein P-Konto überhaupt Nachteile?

Hat ein P-Konto Nachteile bei der Schufa?
Hat ein P-Konto Nachteile bei der Schufa?

Ein P-Konto hat nicht nur Vorteile, sondern bringt auch einige Nachteile mit sich. So ist bei einem Pfändungsschutzkonto kein Dispokredit möglich. Sie können Ihr Konto also nicht mehr überziehen. Auch eine Kreditkarte können Sie nicht in Verbindung mit einem P-Konto verwenden (eine Ausnahme stellen hier Prepaid-Kreditkarten dar). Zusätzlich ist das Sparen größerer Beträge nur in einem begrenzten Rahmen möglich. Sie können Ihr P-Konto auch nicht mit einer anderen Person zusammen als Gemeinschaftskonto führen und selbstredend auch nicht mehrere P-Konten bei unterschiedlichen Banken eröffnen. Kurzum: Ihr finanzieller Spielraum ist beim Pfändungsschutzkonto begrenzt. Hier finden Sie die relevanten Vor- und Nachteile gegenübergestellt:

Vorteile:

  • Gesichertes Existenzminimum, Pfändungsschutz
  • Anpassungsmöglichkeiten für den Freibetrag
  • Viele Funktionen eines Girokontos sind weiterhin nutzbar

Nachteile:

  • Kein Dispo
  • Keine Kreditkarten
  • Begrenzte Spar-Möglichkeiten

Über den Autor

Sascha Münch (Rechtsanwalt)
Sascha Münch

Nach dem Studium an der Universität Bremen absolvierte Sascha Münch sein Referendariat am OLG Celle. 2013 erhielt er die Zulassung zum Rechtsanwalt und 2019 wurde er zum Notar bestellt (seit 2021 Notar a. D.). Auf schuldenanalyse-kostenlos.de befasst er sich u. a. mit den Bereichen Pfändung und Privatnsolvenz.

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